Freitag, 30. Januar 2015

Elternzeit-Blog-Vertretung: Frühstück bei Emma/ Ein bißchen was über Emma

Heute habe ich Emma von Frühstück bei Emma bei mir zu Gast. Emmas Blog gehörte mit zu den allerersten Blogs, die ich 2009 gelesen habe. Man kann wirklich behaupten, sie ist ein alter Blogger-Hase! Das erste Mal getroffen haben wir uns auf der Blogst 2013 und haben dann gemeinsam den Blogst Styling Workshop besucht. Auch auf der letzten Blogst hatten wir unseren Spaß!! Ich freue mich daher, dass Emma heute ein bißchen was über sich und ihren Alltag berichtet. Denn genau so wie sie schreibt, ist sie auch: ganz ganz herzlich und fröhlich, jemand, den man einfach mögen muss! Vielen Dank, Emma!!

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Frühstück bei Emma schwarz weiß Bildkomposition
Liebe Julia,
erstmal herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs. Ich freue mich sehr für Dich.. und bin ehrlich gesagt auch ein kleines bisschen neidisch.. denn es gibt nichts Schöneres für mich als so ein kleines süßes Baby im Arm zu halten und es mit Liebe zu überschütten dieses sanfte Lächeln und die kleinen Fingerchen....hach..meine drei Kinder sind mittlerweile schon echt groß..doch noch immer geht mir das Herz auf, wenn ich an diese Zeit denke ich bilde mir manchmal sogar ein, den Geruch den irgendwie nur Babies haben noch in der Nase zu haben.. hach... ich werde sentimental. 

Als Du mich gefragt hast, ob ich einen Gastpost für dich schreiben kann habe ich mich sehr gefreut. Unsere paar Treffen waren immer sehr sehr schön, und schade, dass Du genau am anderen Ende Deutschlands lebst. 

Ich habe lange überlegt, was ich schreiben soll. Erst wollte ich ein DIY Posting.  Doch irgendwie war ich nie ganz zufrieden damit. Also habe ich mir gedacht ich nutze diese Gelegenheit und schreibe ein bisschen was über mich: 

Wie sieht es nun bei mir aus: Ich bin definitiv ein Improvisationstalent. Es ist wie verhext es kommt immer anders als geplant. Ja und ich mache Pläne..nur schaue ich immer zu spät drauf!

Ein typischer Tag bei mir. Montag morgen: Um 6 Uhr klingelt der Wecker. Ohjeh..schon rum die Nacht.. boah bin ich müde..ich könnte noch ne Stunde weiterschlafen.. geht aber nicht. Der erste Blick morgens: immer immer und immer auf meinen Kalender. Ich habe alle meine Termine auf dem Handy bzw. in der Cloud... Ich kann sowohl am Rechner am Pad am Handy überall meine Termine sehen. Hab ich mal keinen Akku und sollten wir Stromausfall haben bin ich geliefert.

Heute zum Beispiel bin ich vor Schreck aus dem Bett gesprungen. Ein Blick auf den Kalender.. ohhh nein Läusekontrolle an der Schule .. (das machen wir Eltern immer nach den Ferien..zumindest in den Unterstufen) das heisst frisch gewaschene Haare.. oh nein.. also schnell Kinder wecken. hej..wir müssen Haare waschen.. los ... tja hätte ich doch mal Sonntag schon drauf geschaut. Ein Blick auf die Haare..neee das geht definitiv nicht als frischgewaschen durch. Unfassbar die haben doch Samstag gebadet..warum sind die Haare so dreckig...??? 

Während mein Mann dann Frühstück macht und drei Brotzeitdosen füllt, föhne ich im Akkord. Logisch bin ich noch nicht angezogen... noch 25 Minuten bis Abfahrt. Ich überlege ernsthaft, dass Kurzhaarschnitte auch nett sind..ne... Haare bis zum Hintern...vollll out. Ich spreche meine Gedanken natürlich nicht aus...

Beim Frühstücken schmollen schon 2 von 3 Kindern. Oh man.. da merkt man es wieder - ich übertrage unbewusst den Stress... nicht gut .. nicht gut.. Also erstmal durchknuddeln und abbusserl und aha die Stimmung hebt sich.  

Jetzt heisst es die Zeit nutzen bis Schulschluss. Prioritäten abchecken. Küche sieht schlimm aus. Egal. Ich muss heute erstmal für 2 Stunden an den Rechner. Buchhaltung und Überweisungen machen und auch so sind die Stappel am Schreibtisch beängstigend groß. 

Ich hole meine Kinder von der Schule ab und beschliesse dann die Küche aufzuräumen, während alle Hausaufgaben machen. Die Küche ist jetzt wieder einigermassen ok.. Da heute Besuchskinder da sind, verschiebe ich das Vokabeln abhören und Diktat üben auf abends und denke noch ob das wohl gut ist...

Stunden später verabschiedet sich der Besuch. Die Kinder hatten einen tollen Nachmittag und ich sollte unbedingt irgendwann mal an die neue Stickmaschine...aber davor erstmal die Bedienungsanweisung lesen..nur wann? Erst haben sie Hunger dann wollen sie raus, dann ist da ein Spreißel drin, dann...:  kriegen wir ein Eiiiissss? irgendwie alle 5 Minuten irgendwas..

Gut wir kochen zusammen Abendessen. Die Küche sieht wieder aus wie Sau. Das ist nicht übertrieben und auch die Kinderzimmer .. Auf den Hinweis sie sollten doch bitte bevor das Essen fertig ist, noch so aufräumen, dass man zumindest ins Bett kann, meinten sie doch glatt zu mir : Mama das ist keine Unordnung... wir haben Erinnerungen produziert!

Jetzt fällt mir nichts mehr ein..das habe ich nun davon, solche Drucke zu kaufen.. Nicht desto trotz finde ich, dass die Erinnerungen auch bleiben wenn das Zimmer aufgeräumt ist nach kurzem Protest funktioniert es und ich höre wie sie alle irgendwas oben singen und kichern.

Da geht mir doch das Herz auf. Was habe ich heute geflucht..und mich über diese kleinen Messies aufgeregt und sie brauchen nur oben harmonisch miteinander zu singen und schon habe ich alles vergessen. 

Tja ich denke noch, wie wäre es wenn wir keine Kinder hätten oder nur eins? Aber die Gedanken wische ich schnell weg, denn es ist nun mal so wie es ist. 

Ich denke mir oft, es ist nicht leicht, jedem Kind genug Aufmerksamkeit zukommen zu lassen so im Laufe des Tages. Ja klar beschäftige ich mich mit Ihnen..schaue mir die Hausaufgaben an oder wir spielen was zusammen (aber das wird immer weniger je älter sie werden..) ..aber so richtig ins Gespräch kommen wir nur ein paar Minuten und das abends. 

Tja und dann geht es für mich noch einmal ins "Keller-Büro" bzw. Atelier. Muss noch was genäht werden? oder Emails beantwortet. Ich freue mich, als ich später den Schlüssel im Türschloß höre und mein Mann nach Hause kommt. Noch ein bisschen Zeit miteinander verbringen.. ich schlafe allerdings schon halb ein und heute wird es wohl nicht spät. Ich bin so eine Schnarchnase und werde eh immer früh müde. Ich werfe natürlich keinen Blick auf den Kalender und gehe mit 2 Zeitschriften unterm Arm ins Bett.. denn egal wie müde ich bin..mindestens eine Seite muss ich immer lesen.

So oder so ähnlich sehen viele viele Tage bei mir aus.. Ok die Tage mit Kinderaktivitäten wie Sport oder Musik Unterricht können noch mit ein bisschen Adrenalin gewürzt werden. Denn ich bin der absolut überpünktlichste Mensch auf der ganzen Welt. Ich bin noch nie irgendwo zu spät hingekommen. Da muss schon echt die Straße gesperrt sein oder ne Naturkatastrophe. Der Rest meiner Familie (ok..der große Sohn kommt auch nach mir) sieht das mit der Pünktlichkeit eher locker und ich muss schon manchmal echt Druck machen, damit sie alle in die Pötte kommen.. aaarrggg. das ist wohl so eines der Dinge die ich im Leben lernen muss.. Gelassenheit . Obwohl ich will das gar nicht können.. ich will einfach pünktlich sein..das gehört sich so.. ! So und jetzt habe ich mich als Oberspießer geoutet.. ;) 

Wie ihr lesen könnt, total unspektakulär..aber ganz ehrlich..genau so will ich jetzt und heute leben und bin glücklich darüber. Vielleicht ändert es sich auch irgendwann mal..aber für jetzt und heute..ist das genau so wie es für mich sein soll. 

Liebe Julia.. ich hoffe ich langweile Deine Leser nicht mit meiner Alltagsgeschichte. Übrigens das DIY hat dann meine Tochter für dich gemacht.. Gläser Washitape und ne Feder. ;) denn wohin mit den ganzen Pinseln und Stiften?..die sollen es auch hübsch haben.. ;) (süß oder..die meinte mein Alltag interessiert doch keinen...*lach*) 

Naja mir war danach einfach darüber zu schreiben. Das es Zeiten im Leben gibt,  das ist es vollkommen in Ordnung ein "langweiliges" Leben zu führen... 

Ich wünsche Dir eine wundervolle Zeit mit Eurem Nachwuchs und hoffentlich sehen wir uns bald wieder... ich würde mich sehr sehr freuen... fühl dich gedrückt.. und nur die besten Wünsche auf diesem Wege für Dich und deine ganze Familie..

Emma




Mittwoch, 28. Januar 2015

Elternzeit-Blog-Vertretung: Draußen nur Kännchen/ Tutorial Gurtband an Taschen nähen

Heute habe ich die liebe Caro von Draußen nur Kännchen bei mir zu Gast. Caro habe ich vor über drei Jahren das erste Mal bei einer Veranstaltung der Hamburger Kreativgesellschaft getroffen, dann immer mal wieder bei unseren Hamburger Bloggertreffen und anderen Veranstaltungen und nicht zuletzt hat sie mir das Fröbelsternbasteln auf der Zugfahrt von Essen nach Hamburg nach der Blogst 2013 beigebracht (was ich natürlich längst wieder verlernt habe). Ich freue mich sehr, dass Caro ein Tutorial für Euch mitgebracht hat... Viel Spaß & ein ganz herzliches Dankeschön an Dich, Caro!!!! 

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Während die liebe Julia von Lillesol & Pelle ihren Nachwuchs genießt, hat sie sich ein paar Blogger als "Elternzeit-Vertretung" ins Boot geholt. Heute bin ich dran!
Nachdem so viele von euch mit permanent mit Fragen löchern, wie das Gurtband an die Charliebag kommt, hab ich gedacht, es ist Zeit für ein Tutorial. Außerdem finde ich, dass man gar nicht genug Stofftaschen haben kann, um Plastiktüten zu vermeiden. 

Was braucht man?
Stoff natürlich, einen für innen und einen für außen - etwa je einen halben Meter, je nach Stoffbreite vielleicht etwas mehr (das ist übrigens einer der Riesenvorteile im Gegensatz zum Originalschnitt, der fast 1m Stoff benötigt)

außerdem 1m Gurtband in gewünschter Breite (mir gefällt immer 4 cm am besten, weil sich die Tasche voll beladen dann noch immer angenehm tragen lässt)

Nadel, Faden, Nähmaschine

und den Charliebag-Schnitt von Burdastyle (oder einen ähnlichen Schnitt)

Zunächst müsst ihr den Originalschnitt so anpassen, dass statt der Träger oben das Gurtband eingenäht werden kann. Etwa 50 cm von der unteren Bodennaht schneidet ihr die Träger vom Originalschnittmuster beherzt waagerecht ab. Jetzt müsst ihr euch festlegen, ob ihr 4 oder 3 cm Gurtband einnähen möchtet und die Öffnung und die Rundungen entsprechend anpassen. Macht die Öffnung etwa 1 cm breiter als das einzunähende Gurtband, damit ihr beim Zusammennähen gut dran vorbeikommt. 
Schneidet nun jeweils 2 Teile aus dem Außenstoff und 2 Taschenteile aus dem Innenstoff im Stoffbruch aus. Jeweils außen könnt ihr ein Quadrat ausschneiden, um den Boden zu formen. 7x7 cm hat sich bei mir dafür bewährt.
Los gehts! Der Außenstoff wird rechts auf rechts gelegt und rechts, links und unten, jeweils unter Aussparung der Ecken zusammen genäht. 
Die Ecken an den Kanten fassen und die jeweiligen Nähte zusammenbringen und einmal quer rübernähen, fertig ist die Außentasche.
Bei den Innenstoffen näht ihr zunächst das Gurtband fest, so kann es euch beim späteren Zusammennähen nicht mehr verrutschen. Dazu schneidet ihr das Gurtband in 2 je 50 cm lange Stücke und legt es auf die rechte Seite des Innenstoffes. Aufpassen, dass die Träger nicht verdreht sind! 
Das Gurtband wird nun in der Nahtzugabe einmal mittig festgenäht.
Danach wird der Innenstoff rechts auf rechts gelegt und wie der Außenstoff zusammen genäht, aber diesmal mit einer ausreichend großen Wendeöffnung im Boden.

Jetzt gehts schon ans Zusammenstecken der ganzen Tasche: dazu wendet ihr das Außenteil auf links und steckt es in die Innentasche, rechts auf rechts liegt wieder aufeinander. Das Gurtband ist zwischen den beiden Stoffteilen. 
 
Fangt an einer Seitennaht an, die Taschenteile aufeinanderzustecken, einmal ganz rum. 
Das Ganze wird nun einmal füßchenbreit zusammengenäht. Bei den Träger müsst ihr aufpassen, dass ihr die neue Naht unter die Fixiernaht setzt, sonst sieht man sie später bei der Tasche. 
An den Rundungen schön aufpassen, dass ihr keine Falten habt. Und natürlich das Gurtband nicht irgendwo aus Versehen mit einnähen, wo es das nicht soll.

Die Rundungen zwischen den Trägern bißchen einschneiden (das ist va wichtig bei dickeren Stoffen). Durch den Boden der Innentasche wenden.
Träger schön rausziehen und das Ganze nochmal knappkantig von außen absteppen.
Wendeöffnung schließen 

Fertig!
 
Die nächste Tasche zuschneiden: für Oma, die beste Freundin, die Kindergärtnerin, die Tante, die Nachbarin, die Lehrerin, fürs Einkaufen, für die Bücherei, für den Sport, für Pakete, fürs Büro, fürs Altpapier, zum Geburtstag, zum Abschied, zum Valentinstag, statt Blumen ... man kann gar nicht genug davon haben!

LG von Caro

Freitag, 23. Januar 2015

Elternzeit-Blog-Vertretung: Kleine Fluchten/ Tutorial für gehäkelte Ärmelbündchen


Heute habe ich Tina von Kleine Fluchten hier bei mir zu Gast. Tina gehört mit zu meinen allerersten Probenäherinnen, sie war schon bei meinem zweiten Ebook Kamille dabei und das ist ja nun schon ein paar Jahre her. Ziemlich genau ein Jahr ist es aber erst her, dass wir uns endlich auch mal persönlich getroffen haben und einen tollen gemeinsamen Tag hatten; und zwar auf der h+h in Köln. Und nun freue ich mich, dass sie Euch hier ein Tutorial zeigt, dass ich tatsächlich auf Grund von absoluter Häkel-Unfähigkeit nicht abdecken kann. Deshalb ein dickes Dankeschön an Dich, Tina!

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Heute darf ich die Babyvertretung hier auf Julias Blog übernehmen - und da wir uns nicht nur schon seit Jahren virtuell kennen, sondern uns im letzten Jahr endlich auch mal persönlich getroffen haben, tue ich natürlich nichts lieber als das :-)


Und da ich weiß, dass das Austoben an Maschen nicht gerade Julias Steckenpferd ist, dachte ich, das wäre doch mal so ganz anderer Blog-Content hier *g* Aber natürlich bleiben wir trotzdem beim Thema - ich möchte Euch nämlich zeigen, wie man ganz schnelle Ärmelbündchen häkeln kann.
Die machen sich wunderbar an dickeren Wintersachen und sind ein echter Eyecatcher!
Außerdem hoffe ich, dass ich die ein oder andere vielleicht ermutige, ein bißchen mit Schnittmustern zu "spielen" - das macht nämlich riesengroßen Spass und die Ergebnisse sind immer wieder ganz was Neues.....


Mein Kleinchen trägt immer noch am allerliebsten "Kleid über Hose!!", deswegen habe ich hier als Grundlage das Tunika-Kleid (No. 2) genommen und ein bißchen winterlich gepimpt, indem ich den Halsausschnitt vom Hoodie Lou (Ki-ba-doo) übernommen habe (das geht wunderbar, da harmonieren die beiden Schnitte wirklich hervorragend ;-) und dann den Wickelkragen aus dem dazugehörigen Freebook angesetzt habe. Dann die Saumlinie noch ein bißchen gekürzt, einen Gummi in den Saum gezogen - und fertig ist ein komplett neuer Look, zusammengesetzt aus zwei meiner absoluten Schnitt-Dauerbrenner.


Strickbündchen fand ich schon immer eine ganz tolle Erfindung, gerade an Klamotten aus Nikki oder Frottee, aber allein der Gedanke, dafür mit einem Nadelspiel hantieren zu müssen, hat mich immer schnell von diesem Gedanken Abstand nehmen lassen. Und da ich sicher bin, dass es nicht nur mir so geht ging**, dachte ich irgendwann, dass das doch auch mit der Häkelnadel zu machen sein müsste.


Dafür braucht es nicht mehr als ein bißchen Restewolle (kein Topflappengarn, ein wenig dehnbar sollte der Faden schon sein!), eine Häkelnadel in der passenden Größe und die Kenntnis von Luftmaschen sowie wahlweise festen Maschen, halben Stäbchen oder Stäbchen. Welche davon man für sein Bündchen verwendet, ist Geschmackssache, denn es wirkt sich lediglich auf die Breite der Rippen aus. Bei dem blauen habe ich halben Stäbchen genommen. 
Bei festen Maschen werden die Rippen schmaler, mit Stäbchen breiter.


Von unten nach oben: feste Maschen, halbe Stäbchen, Stäbchen.
Dem Strickbündchen am nächsten kommt die Variante mit den festen Maschen, die nehme ich auch am häufigsten.
Solltet Ihr noch nie gehäkelt haben und schnell loslegen wollen, lege ich Euch you.tube wärmstens ans Herz - da findet man auf Anhieb jede Häkeltechnik idiotensicher erklärt!


Zu Beginn schlägt man eine Reihe Luftmaschen an - und zwar so viele, wie das Bündchen später lang werden soll plus zwei Luftmaschen für den Beginn der nächsten Reihe. Bedenkt dabei, dass etwa ein Zentimeter Länge später noch beim Annähen verloren gehen wird.


Die Arbeit wenden, in die dritte Luftmasche, von der Nadel aus gesehen, ein halbes Stäbchen (alternativ: Stäbchen/feste Masche) häkeln und in jede weitere Luftmasche ebenfalls, bis zum Ende der Reihe. Zwei Luftmaschen für den Beginn der neuen Reihe anschließen und wieder wenden.


Nun fahrt Ihr fort mit den halben Stäbchen, wobei Ihr aber, und das ist WICHTIG!, immer nur in das hintere Maschenglied des darunterliegenden Stäbchens einstecht. Dadurch entsteht das Rippenmuster, das gleichzeitig für optimale Dehnbarkeit sorgt.
So häkelt Ihr weiter, bis das Bündchen hoch genug ist, dass es einmal bequem um den zu behäkelnden Unterarm passt. Es sollte nicht schlackern, sondern schön anliegen.


Wenn das der Fall ist, klappt Ihr das Bündchen rechts auf rechts zusammen und häkelt die jeweils einander gegenüberliegenden Maschen mit lockeren Kettmaschen zusammen.
Alternativ kann man sie natürlich auch zusammennähen.
Dann zieht Ihr das Bündchen, so wie es ist, über den Ärmel (also rechts auf rechts, die Nähte treffen aufeinander) und näht es wie gewohnt stark gedehnt an. Solltet Ihr dabei mit der Overlockmaschine arbeiten, achtet bitte darauf, dass das Messer von dem Bündchen nichts abschneidet (Ich versäubere meist den Ärmel mit der Overlock und nähe das Bündchen anschließend mit der Nähmaschine an).


Fertig! ♥
Ist doch gar nicht schwer, oder?

** Inzwischen habe ich übrigens gelernt, mit einem Nadelspiel zu stricken - das war einer meiner ganz großen Vorsätze für dieses Jahr und ich habe ihn völlig ungeplant gleich in der ersten Woche umgesetzt. Davon werde ich an anderer Stelle noch berichten, aber soviel vorab: Bündchen häkeln sich trotzdem definitiv schneller als dass man sie strickt ;-)